HSV und SGH steigen in Fusionsgespräche ein

Ein Verein, eine Größe und eine echte Kraft

Es war Holzwickeder Sportgeschichte, die die rund 100 Mitglieder der Spielvereinigung Holzwickede (HSV) am Freitagabend schrieben. Bei der Jahreshauptversammlung beauftragten sie den Vorstand und den Arbeitskreis „Fusion" einstimmig, in konkrete Verhandlungen mit der SG Holzwickede (SGH) über einen Zusammenschluss einzusteigen. Nachdem die SGH dies vor wenigen Wochen bei ihrer Mitgliederversammlung ebenfalls ohne Gegenstimme beschlossen hatte und die Jugend und die Alten Herren beider Vereine sogar bereits erfolgreich gemeinsame Teams stellen, könnte in gut einem Jahr eine neue Ära anbrechen. Mit dann über 1.800 Mitgliedern und einer Bündelung der Kräfte in Sport, Management und aller Aktiven, entstünde der mitgliederstärkste Sportverein im Kreis Unna.

Größe und Kompetenz würden den neuen Verein zu einer echten Größe und ernsthaftem Kontakt für alle Partner in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und sozialen Bereichen machen. HSV-Vorsitzender Rolf Unnerstall fasste alle Vorteile zusammen: „Wir bündeln alle Kräfte im Sportbereich, bei den Sportplatz- und Hallenkapazitäten, halten die Jugend im Dorf, können die Arbeit und das Engagement auf mehr ehrenamtlichen Kräften verteilen und schlussendlich eine dauerhafte, nachhaltige Größe in der Region werden." Einen Kampf , und zwar den gegen die demografische Entwicklung bei nur noch jährlich 100 Neugeborenen in Holzwickede, habe man bereits unwiderruflich verloren. „Daher brauchen wir den Zusammenschluss, denn nur so können wir uns gegenüber sportlichen Mitbewerbern besser positionieren, weiterhin Angebote im Breiten- und Leistungssport machen, einen logischen Schritt machen und schlichtweg überleben", so Unnerstall.

20140411jhvhsvVolles Haus bei der Jahreshauptversammlung der Spielvereinigung Holzwickede. Alle, ohne Ausnahme, sprachen sich für die Aufnahme von Fusionsgesprächen mit der SG Holzwickede aus.Nicht minder leidenschaftlich war die Rede von Bürgermeister und HSV-Mitglied Jenz Rother. „Es gibt da gar keine Alternative. Wir als Gemeinde stellen eine exzellente Infrastruktur, die wir, wie beim Kabinenbau im Montanhydraulik-Stadion und bei den Kunstrasenplätzen, auch mit Sponsorenhilfe gestemmt haben. Ein gemeinsamer Verein wäre für alle großartig, wir müssen jetzt den Mut haben, in konkrete Gespräche zu gehen, ", meinte Rother. Dennis Hense, ehemaliger SGH-und heute HSV-Westfalenligaspieler erklärte: „Es wäre toll, wenn es für die Jugend nur noch einen Verein als Ansprechpartner geben würde. So können wir sie in der Gemeinde halten." Und auch die ältesten HSV-Mitglieder, Josef Klaus und Herbert Paschedag, die beide krankheitsbedingt nicht an der Versammlung teilnehmen konnten, schrieben in persönlichen Briefen an die Versammlung, dass sie unbedingt eine Fusion begrüßen würden.

Gerd Kolbe, Leiter des Arbeitskreises Fusion, erläuterte das weitere Vorgehen. Grundvoraussetzung sei ein Austausch auf Augenhöhe unter zwei gleichberechtigten Vereinen, fair und offen. „Beide müssen sich im Klaren sein, dass sie ihre jeweilige Identität verlieren, gleichzeitig aber eine neue, gemeinsame Identität schaffen", so Kolbe. Die Gespräche sollen in den nächsten Wochen in Arbeitskreisen, die zu definierten Thematiken eingerichtet werden, beginnen. Dazu werden sich beide Vereine auch externer Beratung bedienen. Sollte alles klar gehen, könnte die Fusion bereits zur Saison 2015/2016 Realität werden. Die Mitglieder von HSV und SGH müssten im Rahmen von Mitgliederversammlungen über ihre jeweilige Vereinsauflösung und die Gründung eines neuen, gemeinsamen Vereins entscheiden. „Zeitdruck werden wir aber nicht aufbauen", so Kolbe und Unnerstall.


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