Nach sicherer 2:0-Führung nur 2:2 gespielt - Gohr und Üstün erzielen die Holzwickeder Treffer

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Westfalenliga 2: Holzwickeder SC - SC Neheim 2:2 (2:0). Das fünfte Spiel in Folge nicht verloren, noch keine Saisonniederlage daheim kassiert und gegen die "Mannschaft der Rückrunde" zumindest ein Unentschieden geholt - Holzwickedes Trainer Axel Schmeing sprach dennoch von einer "gefühlten Niederlage", denn wer zur Halbzeit mit 2:0 führt, der müsste zumindest eine Punkteteilung erreichen können. Aber innerhalb von vier Minuten kam Neheim zum Gleichstand und entführte einen Punkt.
Das 2:0 zur Pause entsprach durchaus den gezeigten Leistungen. Der HSC startete schon in der 6. Minute zu einer vergeblichen Kanonade auf das Neheimer Tor, aber nur zweimal musste der gute Gästekeeper Sören Gerlach in der Folgezeit hinter sich greifen. Nach 14 Minuten setzte Mirko Gohr entschlossen nach und traf aus acht Metern, und eine Minute vor dem Seitenwechsel donnerte Sitki Üstün das Leder aus gut 20 Metern in die Maschen des Neheimer Gehäuses. Neheim war zwar zu keiner Phase mit dem Team der Vorrunde zu vergleichen und mischte nach gut einer halben Stunden auch kräftig mit, hatte aber nur eine gute Gelegenheit durch ihren Goalgetter Georg Koch nach 40 Minuten. Da war der HSC schon näher an einem Torerfolg. Den aber gab es nur noch einmal einmal, eben in jener 44. Minute durch Üstüns Gewaltschuss.
Der SC Neheim, lange Zeit ein "heißer" Abstiegskandidat, kam hochmotiviert aus der Halbzeitpause und schlug dann gleich zweimal eiskalt zu - in beiden Fällen leistete die HSC-Deckung jedoch in Person von Viktor Siljeg unfreiwillige Schützenhilfe. Holzwickedes Keeper Kevin Beinsen war beim Anschlusstreffer zum 2:1 in der 46. Minute durch Siljegs "mustergültigen" Kopfball ins eigene Tor ebenso machtlos wie in der 49. Minute, als Neheims Torjäger Voß einen erneuten Fehler von Siljeg zum 2:2 nutzte. Was folgte war ein packendes Spiel mit einigen guten Möglichkeiten hüben wie drüben, wobei der HSC die etwas besseren Chancen hatte, aber auch Glück, dass Neheim in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Konter leichtfertig vergab. Im direkten Gegenzug traf Üstün auf Zuspiel von Sebastian Schmerbeck zwar ins Schwarze, doch die insgesamt gut leitenden Unpartteiischen hatten Üstün - im Gegensatz zu den HSCern - im Abseits gesehen.
HSC: Beinsen - Schultze, Bouasker, Siljeg (54. Heinrichs), Mihajlovic (56. Pfaff), Schultze-Adler, Üstün, Duwe (80. Schmerbeck), Gohr, Hahne, Hibbeln.
SCN: Gerlach - Rengshausen, Meyer, Mersovski, Yavuz, Xhaka, Busch, Nettesheim, Voß (71. Greco), Seber (68. Güvercin), Greis (88. Beule)
Tore: 1:0 (14.) Gohr; 2:0 (44.) Üstün; 2:1 (46.) Eigentor Siljeg; 2:2 (49.) Voß.
Schiedsrichter: Jonathan Lautz (Burbach)
Zuschauer: 250

Trainerstimmen
Axel Schmeing (HSC): Das 2:2 ist nach einem 2:0 eine gefühlte Niederlage. Zum Glück haben wir nach den zwei Nackenschlägen unsere Orientierung wieder gewonnen. Schade, dass das ansonsten sehr gute Schirigespann eine einzige Fehlentscheidung getroffen hat, nämlich unser 3:2 wegen Abseits zu annullieren. Neheim war ein bärenstarker Gegner.
Alex Bruchhage (SCN): Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel gesehen, in dem wir auf Grund der 2. Halbzeit verdient einen Punkt geholt haben. Da haben wir gut mitgespielt, hatte eine gute Grundordnung und haben uns - wie der HSC - mehrere gute Chancen herausgespielt.

Vereinskollektion 2019/20

Trainerteam

Trainer
Axel Schmeing

Co-Trainer
Marcel Greig