Sebastian Hahne und Justin Pfaff treffen beim 2:0-Auswärtserfolg - Platz 2 weiter gefestigt

Lünen HSC Foto 4Abgekämpft, aber glücklich: Die HSC-Truppe nach dem Sieg in Lünen.

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Westfalenliga 2: Lüner SV - Holzwickeder SC 0:2 (0:1). Der HSC hat auch die Hürde im Lüner Schwansbell siegreich mit 2:0 überwunden - vom Spielverlauf her zwar etwas glücklich, wegen der größeren Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Szenen letztlich aber durchaus nicht unverdient. In dieser Hinsicht bot der HSC sicherlich mehr, als das von einem "biederer Gegner", wie er vom Lüner Coach Mario Plechaty nach Spielschluss bezeichnet wurde, zu erwarten gewesen wäre. Er tat dies mit fast dem letzten personellen Aufgebot, nachdem sich Mike Hibbeln am Donnerstag beim Training verletzte hatte. So saßen einschließlich Zweittorwart Tim Hohmann nur vier Auswechselspieler auf der Bank.
Dem Lüner Gastgeber war anzumerken, dass er nach zuletzt wenig erfolgreichen Wochen wieder auf Siegeskurs gehen wollte. Aber er hatte die Rechnung ohne die wieder in alter Stärke agierende Holzwickeder Abwehr gemacht, die in Torwart Kevin Beinsen ihren großen Rückhalt und in einigen Szenen auch das erforderliche Quäntchen Glück auf ihrer Seite hatte. Und der Gast nutzte eiskalt seine erste sich bietende Chance in der 7. Minute zum 1:0: Nach einem abgewehrten Eckball der Lüner landete das Leder bei Sebastian Hahne, der von der Mittellinie aus allein Kurs auf das LSV-Gehäuse nahm und Keeper Josch keine Abwehrchance ließ. Lünen drängte auf den Ausgleich, aber zum einen lenkte Beinsen in der 12. Minute einen Schuss von Mehmet Erdogan übers Tor und zum anderen traf der Ex-HSCer Samet Akyüz in der 30. Minute nur auf die Querlatte. Zwischendurch hätte jedoch ein abermaliger Konter der Holzwickeder nach einem Lüner Eckball um ein Haar das vielleicht schon vorentscheidende 2:0 für das HSC gebracht, aber Sebastian Schmerbeck scheitertete nach Zuspiel von Sitki Üstün am gegnerischen Torwart.
Nach Wiederanpfiff war Lünen erwartungsgemäß um den Gleichstand bemüht und verzeichnete in der 51. Minute durch Phil Rosenkranz' Kopfball einen weiteren Lattentreffer, aber die Holzwickeder Deckung ließ sich nicht aus den Angeln heben. Im Gegenteil: Nachdem Mirco Gohr bei einem Konter zu hoch gezielt und das LSV-Tor verfehlt hatte, sorgte der aufgerückte Justin Pfaff in der 70. Minute für die Entscheidung, als er die Lederkugel von der rechten Strafraumseite  überlegt zum 2:0 ins lange Eck zirkelte. Lünen war bezwungen, auch wenn HSC-Schlussmann Beinsen in der 88. Minute noch einmal gegen Ricardo Romeiro glänzen musste. Und viel hätte nicht gefehlt, dann hätte der kurz zuvor eingewechselte Viktor Siljeg in der Nachspielzeit  noch einen Treffer nachgelegt.
Mit dem Sieg in Lünen hat der HSC seinen zweiten Tabellenplatz weiter ausgebaut - und hätte beinahe sogar den Rückstand auf Spitzenreiter Herne auf drei Zähler verkürzt: Kopfschüttelnd nahmen die Holzwickeder zur Kenntnis, dass die Herner nach 97 Minuten und überdies noch per Elfmeter doch noch zum 2:1-Sieg in Wiemelhausen kamen.
LSV: Josch - Uphues, Bozlar (70. Pfennigstorf), Akyüz, Drees, Ribeiro, Rosenkranz, Erdogan (60. Cabuk), Ziegelmeir, Sekulic, Kusakci.
HSC: Beinsen - Pfaff (75. Dupke), Bouasker, Heinrichs, Schultze, Schultze-Adler, Üstün, Duwe (89. Siljeg), Gohr, Schmerbeck (63. Mihajlovic), Hahne.
Tore: 0:1 (7.) Hahne; 0:2 (70.) Pfaff.
Schiedsrichter: Christoph Hanck (Velen) - sicher
Zuschauer: 230

Trainerstimmen
Mario Plechaty (LSV):
Wir haben gegen eine biedere Mannschaft verloren. Dennoch bin ich mit der Leistung meines LSV zufrieden, er war wie schon gegen Herne und Wiemelhausen die bessere Mannschaft. Das war wieder eine unverdiente Niederlage.
Axel Schmeing: Fußballerisch war das beiderseits sicherlich nicht das beste Niveau. Das liegt aber auch am Kräfteverschleiß, so dass die Osterpause genau richtig kommt. Hervorzuheben ist unser Torwart, der drei Hundertprozentige gehalten hat.

Vereinskollektion 2019/20

Trainerteam

Trainer
Axel Schmeing

Co-Trainer
Marcel Greig