Westfalenliga 2: Holzwickeder Sport Club – BSV Schüren 2:1 (1:1)

Was für ein Fußballnachmittag am Montanhydraulik-Stadion. Der Holzwickeder Sport Club hat im Derby gegen den BSV Schüren enorme Moral bewiesen und sich mit einem Treffer tief in der Nachspielzeit einen umjubelten 2:1-Erfolg gesichert. In einer Partie, die lange auf Messers Schneide stand, avancierte Luis Weiß mit seinem zweiten Treffer des Tages zum Matchwinner.
Bereits vor dem Anpfiff war der Druck auf die Holzwickeder deutlich gestiegen. Tabellenführer DJK TuS Hordel hatte am Vorabend durch einen späten 3:2-Sieg gegen SC Westfalia Herne vorgelegt und den Vorsprung zunächst auf zehn Punkte ausgebaut. Ein weiterer Ausrutscher hätte im Titelrennen beinahe schon einer Vorentscheidung gleichkommen können.
Doch der HSC zeigte von Beginn an, dass er sich davon nicht beeindrucken lassen wollte.
Schon in der 7. Minute setzte Maurice Majewski ein erstes Ausrufezeichen, als sein Kopfball nur knapp über das Tor strich. Wenig später durfte das Heimteam jubeln: Nach einer Ecke von Lokman Erdogan war Luis Weiß in der 14. Minute zur Stelle und brachte den Ball zur verdienten 1:0-Führung im Tor unter.
In der Folge entwickelte sich ein intensives Derby. Vor allem Maurice Majewski suchte immer wieder den Weg zum Tor, scheiterte jedoch mehrfach denkbar knapp oder am stark reagierenden Ex-HSC-Keeper Muhammed Acil.
Mit zunehmender Spielzeit kam Schüren besser in die Partie. Nachdem Jannik Marth in der 37. Minute den Ausgleich noch knapp verpasste, begann eine starke Phase der Gäste. Kurz darauf forderte Schüren vehement einen Handelfmeter und bekam ihn nach einer umstrittenen Szene zugesprochen. Marcel Münzel übernahm Verantwortung und verwandelte in der 40. Minute sicher zum 1:1.
Mit diesem Zwischenstand ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel übernahm der HSC klar die Kontrolle. Holzwickede dominierte die zweiten 45 Minuten nahezu vollständig, belohnte sich aber lange Zeit nicht für den hohen Aufwand. Immer wieder war es Maurice Majewski, der am glänzend aufgelegten Muhammed Acil verzweifelte. Besonders in der 56. und 80. Minute verhinderte der Schürener Schlussmann mit starken Paraden die erneute Führung.
Als Nazarii Kovalenko in der 82. Minute nur knapp über die Latte zielte, lag bereits eine gewisse Nervosität über dem Stadion. Vieles deutete auf ein Remis hin.
Doch dann kam die fünfte Minute der Nachspielzeit.
Nach einer letzten Offensivaktion stand Luis Weiß goldrichtig und drückte den Ball zum viel umjubelten 2:1 über die Linie. Während auf Seiten des HSC grenzenloser Jubel ausbrach, herrschte bei den Gästen aus Dortmund blankes Entsetzen.
Mit diesem Last-Minute-Sieg springt der HSC auf Rang drei der Tabelle und hält den Druck auf die Spitzengruppe weiter hoch.
Am kommenden Sonntag wartet bereits die nächste Aufgabe: Dann geht es zum Tabellen-Schlusslicht FC Brünninghausen.
HSC-Trainer Kurtulus Öztürk zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft:
„Kämpferisch war es von unserer Seite okay. Wir hatten heute wieder einmal durch die Ausfälle von Maurice Modrzic und erneut Dean Müsse mit Handicaps zu leben. Dazu kam, dass Jan Nielinger und Lokman Erdogan jeweils mit vier gelben Karten vorbelastet waren. Das waren keine guten Voraussetzungen. Wir schauen nur auf uns. Das ist es, was wir beeinflussen können.“
Besonders bitter: Das Lazarett beim HSC wächst weiter. Neben Dennis Czarnecki (r.) fällt nun auch Top-Torjäger Maurice Modrzic (l.) nach einem Bänderriss bis Saisonende aus.
























































