Am Sonntag wird es ernst im Montanhydraulik Stadion. Wenn der Holzwickeder Sport Club auf die DJK TuS Hordel trifft, kommt nicht irgendein Gegner nach Holzwickede, sondern das aktuell stärkste Team der Westfalenliga 2. Anstoß ist um 15 Uhr an der Jahnstraße und die Rollen vor dieser Partie sind klar verteilt. Hordel reist als Tabellenführer an und bringt das mit, was in dieser Liga aktuell den Unterschied macht, nämlich Tore.
Mit 64 Treffern stellen die Bochumer die beste Offensive der Liga. Im Zentrum steht Justin Sarpong, der mit 21 Toren nicht nur der erfolgreichste Stürmer der Liga ist, sondern auch das Spiel der Gäste maßgeblich prägt. Während Hordel also vorne nahezu nach Belieben trifft, sieht die Situation beim HSC deutlich anders aus. Mit Maurice Modrzic fehlt ausgerechnet der torgefährlichste Holzwickeder seit Wochen verletzungsbedingt und kommt bislang auf sieben Treffer. Dieser Unterschied lässt sich nicht wegdiskutieren und zeigt ziemlich klar, wo die Ausgangslage liegt.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Hordel erst vor der Saison aus der Landesliga aufgestiegen ist und inzwischen mit 54 Punkten die Tabelle anführt. Die Bochumer haben sich damit vom Aufsteiger zum ernsthaften Titelkandidaten entwickelt und treten auch genau so auf. Selbstbewusst, eingespielt und mit klarer offensiver Ausrichtung.
Neben dieser Offensivstärke bringt Hordel auch eine Personalie mit, die in Holzwickede bestens bekannt ist. Robin Schultze lief bereits zweimal für den HSC auf und ist heute mit 35 Jahren eine zentrale Figur im Spiel der Gäste. Ob im rechten Mittelfeld, im Zentrum oder sogar in der Defensive, Schultze ist vielseitig einsetzbar und überzeugt vor allem durch seine Spielübersicht und Erfahrung.
Das Hinspiel in Hordel endete torlos, was zeigt, dass der HSC grundsätzlich in der Lage ist, dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Dennoch hat sich die Ausgangslage inzwischen verändert. Hordel wirkt gefestigt, treffsicher und konsequent in der Umsetzung, während Holzwickede Lösungen finden muss, um die Offensivkraft der Gäste zu kontrollieren und gleichzeitig selbst gefährlich zu werden. Wenn der HSC in diesem Spiel etwas mitnehmen will, braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung, Disziplin und vor allem Effizienz vor dem Tor.























































