Die Ausgangslage hätte vor einer Woche kaum spannender sein können. Der Holzwickeder SC stand kurz davor, an die Tabellenspitze der Westfalenliga 2 zu springen. Ein eigener Sieg und ein Patzer von SV Hordel hätten gereicht. Stattdessen folgte ein Dämpfer. Die umstrittene 0 zu 1 Niederlage in Wanne-Eickel, kombiniert mit Punktgewinnen der direkten Konkurrenz, hat die Situation gedreht. Plötzlich findet sich der HSC auf Rang fünf wieder. Das klingt nach Rückschritt, ist in dieser Liga aber nur eine Momentaufnahme.

Eine Liga ohne klare Regeln

Die Westfalenliga 2 bleibt unberechenbar. Jeder kann jeden schlagen, Woche für Woche verschieben sich die Kräfteverhältnisse. Genau das macht die Tabelle aktuell so trügerisch. Mit noch 30 zu vergebenden Punkten bis zum Saisonende am 31. Mai ist rechnerisch weiterhin alles offen. Der Abstand zur Spitze ist spürbar, aber keineswegs uneinholbar. Entscheidend ist jetzt nicht mehr, was die Konkurrenz macht, sondern wie konstant der HSC selbst auftritt.

Spiel gegen Wiemelhausen wird zur Pflichtaufgabe

Am Sonntag, 22. März um 15 Uhr wartet im Montanhydraulik-Stadion die nächste Herausforderung: Concordia Wiemelhausen. Auf dem Papier wirkt die Aufgabe lösbar. Wiemelhausen steht als Tabellen-13. mitten im Abstiegskampf. Genau das macht die Partie jedoch gefährlich. Teams in dieser Situation spielen selten kontrolliert, dafür aber kompromisslos. Für den HSC bedeutet das: ein Spiel mit hohem Widerstand und wenig Raum für Fehler.

Personelle Schwächung trifft den HSC

Erschwerend kommt hinzu, dass mit Maurice Majewski eine zentrale Figur gesperrt fehlt. Sein Einfluss auf das Spiel des HSC ist nicht zu unterschätzen. Struktur, Präsenz und Stabilität im Mittelfeld werden ohne ihn schwerer zu ersetzen sein. Immerhin gibt es auch eine positive Nachricht: Wesley Ambrose steht weiterhin zur Verfügung und könnte eine wichtige Rolle übernehmen.

Jetzt geht es um Konsequenz

Die Situation ist klar. Wer oben mitspielen will, darf sich keine weiteren Ausrutscher leisten. Das gilt nicht nur für dieses Spiel, sondern für die gesamte verbleibende Saison. Der HSC steht vor einer einfachen, aber harten Wahrheit: Die Chancen sind noch da, aber sie werden nicht mehr geschenkt. Jede Partie wird zum Gradmesser. Jede Schwäche sofort bestraft. Sonntag wird zeigen, in welche Richtung die Reise geht.

Maurice Modrzic, hier im Hinspiel beim 0 : 0 in Wiemelhausen, war in den Spielen gegen Herne und Meinerzhagen erfolgreich