Fußball, Westfalenliga 2: SG Finnentrop/Bamenohl – Holzwickeder Sport Club 4:4 (3:3)

Was den beiden Trainern einige Sorgenfalten beschert haben dürfte, war für die 210 Zuschauer in der H&R-Arena beste Fußball-Unterhaltung. In einem turbulenten Westfalenliga-Spiel trennten sich die SG Finnentrop/Bamenohl und der Holzwickeder Sport Club mit einem spektakulären 4:4-Unentschieden. Dabei bewies der HSC vor allem eines: Moral. Gleich mehrfach musste die Mannschaft von Trainer Kurtulus Öztürk einem Rückstand hinterherlaufen. Am Ende war es Joker Tom Wonneberger, der den Holzwickedern in der Nachspielzeit doch noch einen verdienten Punkt sicherte.

HSC antwortet auf frühen 0:2-Rückstand

Die Partie begann denkbar ungünstig für die Gäste. Innerhalb von nur zwei Minuten brachte Finnentrop/Bamenohl den HSC früh in Bedrängnis. Kaden traf in der 15. Minute zum 1:0, Humberg erhöhte bereits in der 17. Minute auf 2:0. Doch Holzwickede zeigte sich unbeeindruckt. Weiß verkürzte in der 23. Minute auf 2:1, ehe Erdogan nur acht Minuten später den 2:2-Ausgleich erzielte. Die Freude darüber hielt allerdings nicht lange. Bereits in der 34. Minute brachte Herb die Gastgeber erneut in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug der HSC jedoch wieder zurück: Modrzik traf in der 45. Minute zum 3:3. Damit ging ein vollkommen verrückter erster Durchgang mit sechs Treffern zu Ende.

Wonneberger wird zum HSC-Joker

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Geschehen zunächst etwas. In der 77. Minute musste der HSC dann allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen. Meyer erzielte das 4:3 für die Gastgeber. Doch erneut gab sich Holzwickede nicht geschlagen. Trainer Kurtulus Öztürk hatte in der 70. Minute Tom Wonneberger für Efe Kadir Bozaci in die Partie gebracht. Diese Einwechslung sollte sich auszahlen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war Wonneberger zur Stelle und erzielte den viel umjubelten 4:4-Ausgleich. So nahm der HSC nach einer Partie voller Wendungen zumindest einen Punkt aus Finnentrop mit.

Trainer Öztürk: „Wir haben noch viel Luft nach oben“

HSC-Trainer Kurtulus Öztürk sah nach dem Spiel trotz der starken Moral seiner Mannschaft noch deutlichen Verbesserungsbedarf: „Es kann nicht mein und unser Anspruch sein, vier Gegentreffer in einem Spiel zu bekommen. Vor allem, da wir heute bei einigen noch kräftig mitgewirkt haben. Ein Kompliment aber muss ich meinem Team angesichts der Tatsache zollen, dass es immer wieder zurückgekommen ist und auch beim frühen 0:2 Moral gezeigt hat. Wir haben noch viel Luft nach oben und müssen an den Defiziten arbeiten.“

HSC-Aufstellung

HSC: Hacker, Bernhard (90. Höttemann), Kulczycki, Erdogan, Weiß (70. Majewski), Bozaci (70. Wonneberger), D. Kovalenko (56. Czarnecki), El Gourari, Kleine (81. Sube), Modrzik, N. Kovalenko

Tore

1:0 Kaden (15.)
2:0 Humberg (17.)
2:1 Weiß (23.)
2:2 Erdogan (31.)
3:2 Herb (34.)
3:3 Modrzik (45.)
4:3 Meyer (77.)
4:4 Wonneberger (90.+2)

Viel Moral attestierte der HSC-Cheftrainer im abschließenden Kreis seiner Truppe