Der 5. Mai ist ein besonderes Datum in der deutschen Fußballgeschichte. Vor genau 60 Jahren gewann Borussia Dortmund im Glasgower Hampdenpark mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Liverpool als erste deutsche Mannschaft überhaupt einen Europapokal. Vor 42.000 Zuschauern entwickelte sich damals ein legendäres Spiel. Siggi Held brachte den BVB in Führung, ehe der spätere Weltmeister Roger Hunt für Liverpool ausglich. In der Verlängerung war es schließlich Reinhard „Stan“ Libuda, der in der 106. Minute den entscheidenden Treffer erzielte und den historischen Erfolg perfekt machte. Dieses Spiel gilt bis heute als eines der bedeutendsten der deutschen Nachkriegsgeschichte und wird häufig in einem Atemzug mit dem „Wunder von Bern“ genannt.
Defensive als Schlüssel zum Erfolg
Ein entscheidender Faktor für den Dortmunder Triumph war die außergewöhnlich stabile Abwehrleistung. Torhüter Hans Tilkowski sowie die Defensivspieler Gerd Cyliax, Theo Redder, Wolfgang Paul, Rudi Assauer und Dieter „Hoppy“ Kurrat hielten dem enormen Druck der favorisierten Liverpooler stand. Über weite Strecken der Partie spielte sich das Geschehen in der Dortmunder Hälfte ab. Dennoch verteidigte der BVB mit großer Disziplin, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft. Besonders Dieter „Hoppy“ Kurrat ragte dabei gemeinsam mit Kapitän Wolfgang Paul und Torhüter Tilkowski heraus.
Eine besondere Verbindung zu Holzwickede
„Hoppy“ Kurrat war nicht nur ein prägender Spieler dieser erfolgreichen BVB-Mannschaft, sondern auch eine wichtige Persönlichkeit für den Fußball in Holzwickede. In seiner Karriere wurde er Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und schließlich Europapokalsieger. Nach seiner aktiven Zeit ließ er sich in Holzwickede nieder und schrieb dort ein weiteres Kapitel seiner sportlichen Laufbahn. Als Spielertrainer führte er den damaligen HSV Holzwickede 1976 zur Deutschen Amateurmeisterschaft – ein Erfolg, der bis heute unvergessen ist und sich am 26. Juni 2026 zum 50. Mal jährt. Auch abseits des Platzes blieb Kurrat der Region eng verbunden. Gemeinsam mit seiner Frau Marga führte er über viele Jahre hinweg das bekannte Restaurant „Hoppys Treff“ und war eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben vor Ort.
Gedenken an einen großen Sportsmann
Dieter „Hoppy“ Kurrat verstarb 2017 nach langer Krankheit und wurde auf dem Holzwickeder Kommunalfriedhof beigesetzt. Am 5. Mai 2026, dem Jahrestag des Europapokal-Triumphs, gedachten Vertreter des Holzwickeder Sport Clubs sowie Weggefährten an seiner Grabstätte diesem besonderen Sportler. HSC-Vorsitzender Karl Lösbrock, Ehrenpräsident Rolf Unnerstall sowie Ingo Peter und Rolf Weltmann aus der Meistermannschaft von 1976 legten gemeinsam mit dem früheren Aufsichtsratsmitglied Gerd Kolbe Blumen nieder. In einer kurzen Ansprache würdigte BVB-Historiker Gerd Kolbe „Hoppy“ Kurrat als herausragende Persönlichkeit der Fußballgeschichte und als verbindendes Element zwischen Borussia Dortmund und dem Holzwickeder Sport Club.
Mit diesem stillen Gedenken erinnert der HSC nicht nur an einen großen sportlichen Erfolg, sondern vor allem an einen Menschen, der den Fußball in der Region nachhaltig geprägt hat.























































